BBMRI.at beteiligt sich an CaBRIOH zur Stärkung der One-Health-Ausbildung
Das EU-geförderte Projekt CaBRIOH ist an der Med Uni Graz gestartet. BBMRI.at bringt sich dabei in die Entwicklung zielgruppenspezifischer Weiterbildungsangebote und der NextGen-Trainingsplattform für Mitarbeitende in One-Health-Forschungsinfrastrukturen ein. Das von BBMRI-ERIC koordinierte Projekt bringt Forschungsinfrastrukturen und Expert*innen zusammen, um Wissen und Kompetenzen durch zugängliche und bedarfsorientierte Weiterbildungsangebote zu stärken.
CaBRIOH-Projekt startet in Graz
Das EU-geförderte Projekt CaBRIOH ist mit einem Kick-off-Meeting an der Medizinischen Universität Graz (Med Uni Graz) offiziell gestartet. Das von BBMRI-ERIC koordinierte, auf drei Jahre angelegte Projekt bringt Forschungsinfrastrukturen und Expertinnen und Experten zusammen, um Aus- und Weiterbildung, Kompetenzentwicklung und berufliche Perspektiven für technisches Personal im One-Health-Bereich zu stärken.
Eröffnet wurde das Kick-off-Meeting von Jens Habermann, Generaldirektor von BBMRI-ERIC, und Andrea Wutte, Leiterin von BBMRI.QM-Service, gemeinsam mit dem Projektteam. Im Mittelpunkt standen die Ziele, Aktivitäten und geplanten Ergebnisse des Projekts. Anschließend folgten Präsentationen und Diskussionen mit den Konsortiumspartnern, darunter Kolleg*innen von BBMRI.at, BBMRI.ch/Swiss Biobanking, BBMRI.de/German Biobank Network, BBMRI.es, BBMRI.it, dem BBMRI-ERIC Headquarters und EIRENE-ERIC.
Kapazitätsaufbau und NextGen-Trainingsplattform für Forschungsinfrastrukturen
CaBRIOH – Capacity Building in Research Infrastructures Towards One Health – setzt bei dem Bedarf an koordinierten und zugänglichen Weiterbildungsangeboten für Fachkräfte an, die in Forschungsinfrastrukturen im One-Health-Bereich tätig sind oder tätig werden möchten.
Das Projekt baut auf bestehenden Trainingsprogrammen und bewährten Ansätzen auf und entwickelt zugleich neue, zielgruppenspezifische Weiterbildungsangebote. Ziel ist es, Wissen und Kompetenzen von Mitarbeitenden in Forschungsinfrastrukturen zu stärken und deren optimale Zusammenarbeit und Funktionsfähigkeit über Disziplinen und Ländergrenzen hinweg zu unterstützen.
Ein zentraler Baustein von CaBRIOH ist die NextGen-Trainingsplattform, die auf der BBMRI-ERIC Academy aufbaut und eine benutzerfreundliche, bedarfsorientierte Lernumgebung für etablierte und zukünftige Fachkräfte in One-Health-Forschungsinfrastrukturen schaffen soll. Die Plattform wird bestehende Weiterbildungsangebote bündeln und individuelle Lernpfade ermöglichen. Dadurch sollen Kompetenzen und Qualifikationen sichtbarer, übertragbarer und besser nutzbar werden – unter anderem durch Micro-Credentials, Europass und die EU Digital Identity Wallet.
BBMRI.at verbindet Human- und Veterinärmedizin
BBMRI.at beteiligt sich an CaBRIOH über die Medizinische Universität Graz, die Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni) und die Medizinische Universität Wien (MedUni Wien). Damit bringt BBMRI.at Expertise aus der Human- und Nicht-Humanforschung sowie aus den Bereichen Qualitätsmanagement, Biobanking sowie Aus- und Weiterbildung in das Projekt ein.
Dazu gehört auch die Vernetzung bestehender Weiterbildungsangebote mit den Aktivitäten von CaBRIOH sowie die Unterstützung bei der Entwicklung neuer One-Health-bezogener Trainingsformate. Ein Beispiel ist die Webinarserie zur CEN/TS 17626:2021 über präanalytische Prozesse für humane Proben zur Mikrobiom-DNA-Analyse, die von Med Uni Graz und der BBMRI-ERIC Academy im Rahmen von CaBRIOH gemeinsam veranstaltet wird.
An der Med Uni Graz fungiert Cornelia Stumptner, Executive Managerin von BBMRI.at, als Local Principal Investigator und leitet Task 4.4. Dieser Arbeitsschwerpunkt widmet sich der Entwicklung eines Nachhaltigkeitskonzepts für die NextGen-Trainingsplattform, um deren langfristige Nutzung und Weiterführung über die Projektlaufzeit hinaus sicherzustellen.
Ausblick
Nach dem erfolgreichen Kick-off werden die CaBRIOH-Partner nun gemeinsam bestehende Kompetenzen und Weiterbildungsbedarfe erfassen, neue Lernangebote entwickeln und berufliche Entwicklungspfade etablieren. Damit soll die kontinuierliche Weiterentwicklung von Fachkräften in Forschungsinfrastrukturen in ganz Europa unterstützt werden.
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