Erfolgsgeschichte
Welttag der Patient*innensicherheit: „Umwelteinflüsse in der Schwangerschaft“ – Wie Biobanker*innen und Forscher*innen der Med Uni Wien als BBMRI.at-Partner zusammenarbeiten
Zum Welttag der Patient*innensicherheit zeigte BBMRI.at, wie die Biobank der Partnerinstitution MedUni Wien zu sichereren Schwangerschaften und gesünderen Neugeborenen beiträgt. Durch die Erforschung des frühen Lebens-Exposoms und die Lagerung wichtiger Mutter-Kind-Proben leisten Forschende einen Beitrag zur Patientinnensicherheit und integrieren One-Health-Perspektiven in die biomedizinische Forschung.
Das Verständnis des frühen Lebens-Exposoms
Anlässlich des Welttags der Patient*innensicherheit 17. September 2025 am stellte BBMRI.at wegweisende Forschungsarbeiten vor, an denen auch die Biobank der Med Uni Wien – eine langjährige Partnerinstitution – beteiligt ist. Die Wissenschafterin Claudia Gundacker und ihr Team an der Med Uni Wien untersuchen, wie Umwelteinflüsse während der Schwangerschaft die Gesundheit künftiger Generationen prägen können – ein bedeutender Beitrag zur Patient*innensicherheit in der Kinder- und Neugeborenenmedizin.
Die Forschung konzentriert sich auf das Exposom in der frühen Lebensphase, das alle nicht-genetischen Umwelteinflüsse auf die menschliche Gesundheit umfasst. Dazu gehören chemische Belastungen, Lebensstil, sozioökonomische Bedingungen, Infektionen und sogar Hitzestress. „Das Verständnis dieser Faktoren ist für die Verbesserung der Schwangerschaftsergebnisse und den Schutz der Gesundheit von Neugeborenen von entscheidender Bedeutung“, erklärt Claudia Gundacker, leitende Wissenschaftlerin der Forschungsgruppe am Zentrum für Pathobiochemie und Genetik.
Umweltrisiken und ungünstige Geburtsergebnisse
Eine der zentralen Fragestellungen betrifft ungünstige Geburtsergebnisse wie Frühgeburt, Präeklampsie oder ein niedriges Geburtsgewicht. Um diesen auf den Grund zu gehen, sammeln und analysieren Forschende eine Vielzahl an Proben – darunter Blut und Urin schwangerer Frauen, Nabelschnurblut, Plazenten und Muttermilch. Jede Probenart liefert dabei einzigartige Einblicke: Während Blut kurzfristige Umwelteinflüsse sichtbar macht, kann die Plazenta als eine Art „biologisches Archiv“ vergangener Belastungen dienen.
Die Rolle von BBMRI.at und der MedUni Wien Biobank
Hier spielt der BBMRI.at Partner Biobank der Med Uni Wien – unter der Leitung von Helmuth Haslacher – eine zentrale Rolle. Durch ihr präanalytisches Know-how – ein Bereich, in dem BBMRI.at über besondere Expertise verfügt – sowie durch die sichere Lagerung der Proben stellt die Biobank die hohe Qualität der Proben und Daten sicher, die das Rückgrat dieser Forschung bilden. Biobanken ermöglichen nicht nur reproduzierbare und kosteneffiziente Studien, sondern erlauben es Forschenden auch, Proben zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu analysieren – etwa um langfristige Expositionstrends zu untersuchen.
One-Health-Perspektiven für kommende Generationen
Diese Forschungsarbeit folgt dem One-Health-Ansatz, der die enge Verflechtung von menschlicher, tierischer und Umweltgesundheit anerkennt. Durch die Verbindung von Exposom-Forschung mit One-Health-Perspektiven gewinnen Wissenschaftlerinnen ein besseres Verständnis dafür, wie Umweltrisiken – etwa Schadstoffbelastung – die Gesundheit über Generationen hinweg beeinflussen können. Dieses Wissen lässt sich gezielt in Maßnahmen zur Verbesserung der Patientinnensicherheit und der öffentlichen Gesundheitsvorsorge übersetzen.
Biobanking: Mehr als Proben
BBMRI.at ist stolz darauf, diese wichtige Forschung an der Schnittstelle von Umwelt, Fortpflanzung und Kindergesundheit mit seiner Arbeit und insbesondere durch seine Partner zu unterstützen. Dies zeigt, dass Biobanking mehr ist als nur die Bereitstellung von Proben: Es liefert das Know-how und die Infrastruktur, die erforderlich sind, um die Wissenschaft voranzubringen und zukünftige Generationen zu schützen.

Mit freundlicher Genehmigung von Claudia Gundacker