BBMRI.at Partner Medizinische Universität Graz und Medizinische Universität Innsbruck beteiligen sich gemeinsam an EU Projekt ONCOSCREEN
Darmkrebs- und IT-Expert*innen der BBMRI.at-Partner Medizinische Universität Graz und Medizinische Universität Innsbruck sind Partner im EU-Projekt ONCOSCREEN und tragen medizinische Daten aus Kolorektalkrebs-Kohorten, einschließlich gefärbter Gewebeschnitte, bei. Das Projekt hat kürzlich begonnen und wird im Rahmen des Rahmenprogramms für Forschung und Innovation der Europäischen Union (Horizon Europe Framework Programme, HORIZON) (Aufruf HORIZON-MISS-2021-CANCER-02-01) finanziert.
Darmkrebs macht mehr als 10% aller Todesfälle durch Krebs aus, was einen dringenden Bedarf an hoch effizienten, aber kostengünstigen Screening-Programmen zeigt. Das EU-Projekt ONCOSCREEN zielt genau auf solche Programme ab und möchte eine Reihe neuartiger, praktischer und kostengünstiger Screening-Technologien mit hoher Sensitivität und Spezifität entwickeln. Es strebt auch an, künstliche Intelligenz zu nutzen, um bestehende Methoden für das Darmkrebs-Screening zu verbessern und eine frühzeitige Erkennung von Polypen zu ermöglichen.
An der Medizinischen Universität Graz (Forschungsinstitut für Pathologie) wurde über viele Jahre hinweg eine Kolorektalkrebs (CRC)-Kohorte aufgebaut und wird professionell in der Biobank Graz, einer der größten europäischen krankenhausbasierten Biobanken, gelagert. Die im Oncoscreen-Projekt verwendete Kohorte enthält 180.000 Bilder (800 TB) aus 6.400 Fällen (einschließlich Hämatoxylin-Eosin-Färbung und Immunhistochemie von FFPE-Gewebeschnitten von CRC).
Aufbauend auf ihrer Arbeit mit BBMRI-ERIC und verschiedenen Industriekooperationen, die von den Teams um den BBMRI.at-Direktor, Kurt Zatloukal, und Heimo Mueller durchgeführt wurden, wird die Medizinische Universität Graz ihre Erfahrung in künstlichen Intelligenz (AI)-Algorithmen und beim Aufbau von Whole Slide Image (WSI)-Katalogen nutzen.
Die Medizinische Universität Graz (PI: Heimo Mueller) leitet die Plattform für das Training von Histopathologie-Bildern mit Unterstützung der Medizinischen Universität Innsbruck (PI: Johannes Haybäck).